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23. August 2022

Drauf sein auf TikTok: Likes für den Rausch | STRG_F

Auf TikTok hat sich eine Drogenszene entwickelt, die bereits Kinder anspricht. Sie zeigen sich mit riesigen Pupillen im Rausch. Manche Clips bekommen tausende oder zehntausende Likes. Minderjährige tauschen auf TikTok nicht nur ihre Erfahrungen aus, sondern kommen hier auch an synthetische Betäubungsmittel. Die Szene dreht sich vor allem um Ecstasy, aber auch Speed, Crystal Meth und Heroin werden konsumiert. „Also es triggert schon krass, wenn man dort Leute sieht, die große Pupillen haben oder die darüber sprechen“, erzählt eine 17-Jährige Konsumentin. Die Reporterinnen Isabell und Désirée beobachten, wie sich die Jugendlichen ganz offen auf der Plattform mit Dealer:innen vernetzen und machen den Selbstversuch: Wie leicht kommt man hier an Betäubungsmittel? Und wie kann es überhaupt sein, dass diese Szene auf TikTok so groß ist? Ein Film von Isabell Beer und Désirée Marie Fehringer Kamera: Olga Kondyli-Roussou, Felix Meschede, Henning Wirtz Schnitt: David Diwiak, Jan Littelmann, Dietrich-Christoph Müller Redaktion: Anna Orth

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Reportagen eines jungen Reporter-Teams: eintauchend und aufdeckend. Nah und journalistisch. Ehrlich und empathisch.

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23. August 2022

Drauf sein auf TikTok: Likes für den Rausch | STRG_F

Auf TikTok hat sich eine Drogenszene entwickelt, die bereits Kinder anspricht. Sie zeigen sich mit riesigen Pupillen im Rausch. Manche Clips bekommen tausende oder zehntausende Likes. Minderjährige tauschen auf TikTok nicht nur ihre Erfahrungen aus, sondern kommen hier auch an synthetische Betäubungsmittel. Die Szene dreht sich vor allem um Ecstasy, aber auch Speed, Crystal Meth und Heroin werden konsumiert. „Also es triggert schon krass, wenn man dort Leute sieht, die große Pupillen haben oder die darüber sprechen“, erzählt eine 17-Jährige Konsumentin. Die Reporterinnen Isabell und Désirée beobachten, wie sich die Jugendlichen ganz offen auf der Plattform mit Dealer:innen vernetzen und machen den Selbstversuch: Wie leicht kommt man hier an Betäubungsmittel? Und wie kann es überhaupt sein, dass diese Szene auf TikTok so groß ist? Ein Film von Isabell Beer und Désirée Marie Fehringer Kamera: Olga Kondyli-Roussou, Felix Meschede, Henning Wirtz Schnitt: David Diwiak, Jan Littelmann, Dietrich-Christoph Müller Redaktion: Anna Orth

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vor einem Monat46:18

Er macht Kinder zu Killern | STRG_F

📄 Recherchedokument zum Film: https://1.ard.de/STRG_F_Crime_Akquise_2_0 Hinweise: Aus Teilen dieser Recherche haben wir bereits 2025 einen Film gemacht. Er wurde von YouTube gelöscht, da er einen Clip enthielt, in dem ein Täter tödliche Schüsse abgab und sich selbst dabei filmte. Der Clip war bereits geblurrt und uns ist von YouTube nicht die Möglichkeit gegeben worden, ihn nachträglich aus dem Film zu entfernen, daher bleibt er auf YouTube offline. Ihr könnt den Film dennoch sehen, es gibt ihn noch in der ARD Mediathek: https://www.ardmediathek.de/video/strg_f/wie-jugendliche-von-kriminellen-rekrutiert-werden-oder-strg_f/funk/Y3JpZDovL2Z1bmsubmV0LzExMzg0L3ZpZGVvLzIwNjc4MTEvc2VuZHVuZw Im Herbst 2025 haben wir die Recherche dann wieder aufgenommen, neue Fälle betrachtet und alte Fälle nach neuen Hinweisen durchsucht. Der so entstandene Film lief am 21.12. im NDR, als ergänzende Doku zu einem Tatort Special. In der Doppelfolge des Hamburger Tatorts geht es ebenso um Jugendliche, die für Straftaten rekrutiert werden. Ihr könnt euch den Tatort hier anschauen: Episode 1, Ein guter Tag: https://www.ardmediathek.de/video/tatort/ein-guter-tag/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9kODJhZGY5Zi05OTc2LTQ2NzktYmZhYy0zMjE1MGIyYzBmOWVfZ2FuemVTZW5kdW5n Episode 2, Schwarzer Schnee: https://www.ardmediathek.de/video/tatort/schwarzer-schnee/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS83NDJhYmI3MC1hOGEzLTQ3M2MtODYwMi1kZTFlNTU2YjcxN2VfZ2FuemVTZW5kdW5n Zu diesem Film: Ein 15-Jähriger schießt in Hamburg. In Nordrhein-Westfalen wird ein Paar entführt und brutal gefoltert. Ermittler sprechen von einer neuen Form der Gewalt – und von Tätern, die offenbar sehr jung sind. In dieser STRG_F-Recherche rekonstruieren wir mehrere Fälle aus Deutschland. Es zeigt sich ein Muster: dass die zum Teil minderjährigen Täter gezielt von Kriminellen für die Straftaten angeworben wurden. Über soziale Netzwerke kommen Kinder und Jugendlich mit Kriminellen in Kontakt und so auch zur ersten Auftragstat. Auf Telegram, Snapchat oder TikTok tauchen Jobangebote auf, die schnelles Geld, Status oder das Begleichen von Schulden versprechen. Wer einmal eine Tat zusagt, kann offenbar nicht mehr zurück. Die Recherche führt unter anderem nach Köln. Im sogenannten Kölner Drogenkrieg eskaliert nach einem großen Cannabis-Raub die Gewalt mit Entführungen, Folter, Explosionen und Schüssen. Wir sprechen mit Tätern, Anwälten, Ermittlern, und Betroffenen und verfolgen die digitalen Spuren der Rekrutierung. Sie führen uns auch zu einem sogenannten “Mordmakler”, einem Mittelsmann in den Niederlanden, der die Verbrechen logistisch organisiert: ihren Ablauf plant, sich um die Beschaffung von Tatwaffen kümmert, Kontakte zu Rekrutierern unterhält und durch ihn die jungen Täter für die Tat beauftragt. Verbrechen als Dienstleistung – wer kann es stoppen?